Trendbericht: Natürliche Schönheit – Naturkosmetik im Trend

Duschgel, Haarshampoo, Zahnpasta, Bodylotion, Creme und Sonnenschutz, Aftershave, Deos und Make-up werden tagtäglich zur Reinigung und Pflege, zur Gesundheit und zum Wohlbefinden benutzt. Im Trend liegen dabei zweifelsohne Naturkosmetika, die sich einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen. Aber sind diese so authentisch, so gut verträglich und so schadstoffarm wie es die Verbraucher erwarten?

Kosmetik auf der analytica zoom Kosmetik auf der analytica

Im Sinne des Verbrauchers müssen die auf Verpackungen deklarierten Angaben eindeutig nachprüfbar sein. Allergien und Unverträglichkeitsrisiken von Kosmetikprodukten können zwar nicht ausgeschlossen werden, doch sollten die Angaben halten, was sie versprechen. Über Herkunftsanalysen und Nachweisreaktionen lassen sich gesundheitsgefährdende und unzulässige Substanzen identifizieren. Unverzichtbar für die Aufklärung sind dabei hochleistungsfähige Analysensysteme und zukunftsfähige Nachweisverfahren zur Überprüfung von Herkunft und Echtheit wie sie auf der analytica 2016 in München ausgestellt werden.

Sicherheit und Verträglichkeit

Die Gesetzgebung schreibt vor, dass kosmetische Mittel bei bestimmungsgemäßem Gebrauch für den Verbraucher sicher sein müssen. Kosmetika dürfen keine Stoffe enthalten, die zu Hautreizungen oder anderen gesundheitlichen Schäden führen können. So sind einige Stoffklassen für den Einsatz in Kosmetikprodukten verboten, für andere gelten bestimmte Obergrenzen, unterhalb derer kein Risiko für den Verbraucher besteht. Die gesundheitliche Unbedenklichkeit eines jeden kosmetischen Produkts wird im Rahmen einer toxikologischen Sicherheitsbewertung bestätigt. Eigene Vorschriften gelten für Duft- und Riechstoffe in parfümierten und unparfümierten Produkten.

Überwachung vom Rohstoff bis zum Produkt

Unternehmen, die Lebensmittel und Kosmetika herstellen, bearbeiten und verkaufen, sind dazu verpflichtet, durch eigene Kontrollen die Qualität der verwendeten Rohstoffe und der Produkte zu dokumentieren und zu gewährleisten. Überwachungsbehörden überprüfen im Rahmen risikoorientierter Stichprobenkontrollen die Einhaltung dieser Rechtsvorschriften, um den Verbraucher vor möglichen gesundheitlichen Risiken zu schützen. Das Überwachungssystem zieht sich durch die komplette Lieferkette.

Nach der Kosmetikverordnung der EU dürfen nur sichere und umfangreich geprüfte Inhaltsstoffe eingesetzt werden. Irreführende Angaben auf Verpackungen von Kosmetika und unzutreffende Hinweise auf bestimmte Wirkungen sind ebenso verboten wie unzulässige Farbstoffe und Additive oder Weichmacher.

Mineralöle in Bio-Kosmetik

Körperlotionen, Cremes, Lippenpflegeprodukte und Vaseline dürfen keine gesättigten und aromatischen Mineralöl-Kohlenwasserstoffe (MOSH und MOAH) enthalten, wenn sie als Naturkosmetik ausgewiesen werden. Hier sind nur pflanzliche Fette und Öle erlaubt. Die natürlichen Inhaltsstoffe und Pflanzenextrakte bewirken eine gute Verträglichkeit auch für sensible Haut und begründen damit den Erfolg naturkosmetischer Produkte. Positiv für den Verbraucher erweist sich darüber hinaus die Zunahme der Zertifizierungen im Bereich Naturkosmetik.

In Shampoos und Conditioner- sowie in Anti-Falten-Produkten finden dennoch die wachsartigen und wasserabweisenden, oft fälschlicherweise als natürliche Öle bezeichneten Paraffine immer wieder Verwendung. In der Diskussion steht auch der Silikonersatzstoff Polyquaternium, der aufgrund seiner filmbildenden und antistatischen Wirkung eingesetzt wird.

Als Zusatz in Seifen, Cremes und anderen Kosmetika, aber auch in verschiedenen Lebensmitteln, kann Glycerin eine lange Haltbarkeit der einzelnen Produkte gewährleisten. Glycerin kommt auch als Lösemittel und Weichmacher zum Einsatz. Generell wird der hydratisierende Effekt von Glycerin kontrovers diskutiert, unabhängig davon, ob es sich um synthetisches oder Bio-Glycerin handelt.

Kanzerogene Stoffe in dekorativer Kosmetik

Einzelne Stoffgruppen dürfen in kosmetischen Mitteln nur verwendet werden, wenn sie ausdrücklich zugelassen sind wie beispielsweise Farbstoffe und Konservierungsstoffe.

Verbotene Konservierungsmittel und Farbstoffe, Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Chrom und Nickel finden sich jedoch immer wieder in dekorativer Kosmetik. Vor allem Fan-, Faschings- und Theaterschminke sind stark mit gefährlichen Schadstoffen belastet. Besonders bedenklich ist, dass auch Kinderschminke positiv auf verbotene krebserregende und erbgutverändernde Konservierungsmittel und Farbstoffe getestet wurde, denn gerade bei Kindern ist die Schadstoffaufnahme besonders hoch. Selbst kanzerogene polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) wurden in Schminkstiften nachgewiesen.

Hochauflösende Analysenmethoden ermöglichen den Nachweis verbotener Stoffe in kosmetischen Produkten. So wurden vereinzelt Nitrosamine in Mascara nachgewiesen. Und obwohl Formaldehyd in der Kosmetik verboten ist, wird es dennoch aufgrund seiner effektiven desinfizierenden Wirkung und geringen Kosten in Form von Urea-Verbindungen wie Diazolidinyl Urea verwendet, das in Kontakt mit der Haut Formaldehyd freisetzt.

Aluminiumverbindungen

Nach wie vor werden Aluminiumverbindungen als Bestandteile von schweißhemmenden Mitteln und Antiseptika verwendet. Aluminiumsalze sind oft in Deos, Eau de Toilette und anderen Sprühartikeln vorhanden. Sie sind zwar effektiv, irritieren aber auf Dauer die Haut, trocknen sie aus und können Granulome erzeugen. Muskelschwund, Alzheimer-Krankheit und Brustkrebs werden mit Aluminium in Verbindung gebracht.

Nanomaterialien in Kosmetika

Heute finden sich Nanomaterialien in vielen Kosmetika wieder, beispielsweise in Sonnencremes als UV-Filter. Die Nanopigmente, Titandioxid und Zinkoxid reflektieren und absorbieren unsichtbare UV-Strahlung des Sonnenlichts und schützen damit die Haut. Titandioxid ist bereits seit 2002 EU-weit als UV-Filter-Pigment in nanoskaliger Form zugelassen.

Die Isolierung und Charakterisierung von Naturstoffen und neuer pflanzlicher Sekundärinhaltsstoffe sowie die Aufklärung von Biosynthesen werden für die Erforschung neuartiger Wirkstoffe und die Produktion von Biopharmazeutika und Naturkosmetik immer wichtiger. Auch die Nutzung von Algen als effektive Produktionsorganismen von pharmazeutisch und kosmetisch wirksamen Substanzen wird erforscht. Next Generation Technologien setzen weiter neue Impulse. Ziel ist es, zukünftig bislang ungeahnte therapeutische Ansätze in der Dermatologie und personalisierte funktionelle Prozesse zu erschließen.

Informieren Sie sich auf der Weltleitmesse analytica über zukünftige Fragestellungen der kosmetischen Industrie. Von der Laborausstattung über hochspezifische analytische und bioanalytische Methoden, bis hin zu Automatisierungs- und Auswerteverfahren werden in München die neuesten Entwicklungen von Experten vorgestellt.

Der Trendbericht kann unentgeltlich für redaktionelle Zwecke unter Angabe der Quelle „analytica / Messe München“ genutzt werden. Hochauflösendes Bildmaterial senden wir Ihnen gerne auf Anfrage zu. Belegexemplar wird erbeten.

 
 
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