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Personalisierte Medizin 2016


Personalisierte Medizin: Trendthema auf der analytica

Die Molekulare Diagnostik gilt als Wachstumsmotor mit jährlichen Zuwachsraten von über neun Prozent. Wie können auch die Diagnostik-KMU an diesem Wachstumssegment teilhaben? Antworten gab der analytica Thementag „Personalisierte Medizin“ am 13. Mai 2016 mit rund 500 Besuchern.

Aktuelle Standortbestimmung der individuellen stratifizierten Behandlung

In Vorträgen, Business Pitches und Panels berichteten und diskutierten Experten aus Pharma- und Diagnostik-Unternehmen, Verbänden und Clustern u. a. zu folgenden Fragestellungen:

  • Was wurde auf dem Gebiet der individuellen stratifizierten Behandlung schon erreicht?
  • Wo stoßen die neuen Technologien an ihre Grenzen?
  • Auf welche Erfolge kann man bislang zurückblicken?
  • Kommt die Personalisierte Medizin schon heute beim Patienten an? Falls nicht: Wird die Entwicklung eher von der Regulatorik, der Wissenschaft oder späteren Erstattungsproblemen gebremst?

Bedeutung der Gen-Forschung in der Prävention

Zu Beginn betonte Prof. Theodor Dingermann von der Goethe-Universität Frankfurt am Main das Potenzial der Gen-Forschung in der Gesundheitsvorsorge. Es könnten mehr Kosten gespart werden, wenn Maßnahmen der personalisierten Medizin schon im Vorfeld zur Anwendung kämen.

Dingermann verwies auch auf die hohe Bedeutung von Big Data-Lösungen. Er zeigte sich überzeugt, dass der klinische Output bei der weiteren Erforschung des menschlichen Genoms deutlich größer werden wird. Folglich würden sich die Lebensraten von Betroffenen spürbar erhöhen.

Kooperationen treiben heimische Entwicklungen voran

Dr. Rainer Wessel von der Ci3 Management UG thematisierte die Notwendigkeit von Kooperationen. Am Beispiel des Ci3-Clusters stellte er die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Biotech, Big Pharma und Investoren dar. „Die Komplexität dieses Themas kann nicht von einzelnen Unternehmen allein angegangen werden.“, unterstrich Wessel und betonte: „Deutschland darf den Anschluss nicht verlieren.“ Die Arbeit im Cluster könne heimische Entwicklungen vorantreiben. „Ein Cluster fungiert als Brücke zwischen der Innovation und dem Patienten“, schloss Wessel seinen Vortrag.

Personalisierte Medizin: Point-of-care

Im Panel „Neue Diagnostika und Therapien von der Entwicklung zum Point-of-care“ erklärte Dr. Thorsten Ruppert vom Verband forschender Pharmaunternehmen vfa, die personalisierte Medizin sei kein Zukunftsthema mehr. Schließlich gäbe es bereits 47 Medikamente aus diesem Segment auf dem Markt.

Dr. Hubert Schindler vom Verband der Ersatzkassen vdek benannte die notwendige Evaluation bei klinischen Studien als eine der größten Hürden für die Erstattungsfähigkeit von Medikamenten der personalisierten Medizin. Benötigt werde ein neues System mit mehr Individualität.

Dr. Joachim Renken von der Kanzlei Hoffmann Eitle verwies auf die Notwendigkeit von Patenten und die mit dem Patentschutz verbunden Schwierigkeiten. So könnten kleine Pharma-Unternehmen großen Konzernen die Entwicklung und Verbreitung von Medikamenten der personalisierten Medizin untersagen. Die Zulassung bestimmter Medikamente würde daran möglicherweise scheitern.

Next Level – von Big Data zu Smart Data

In seinem Vortrag „Big Data in Personalized Medicine – Opportunities and Challanges“ erläuterte Martin Pöhlchen, Geschäftsführer der Sinfonie Life Sciences Management GmbH, die zunehmende Zusammenarbeit zwischen Big Pharma und der IT-Industrie.

Den Abschluss bildete das Panel “Volume, Velocity and Variety – from Big to Smart Data“, moderiert von Georg Kääb, Leiter Corporate Communications der BioM Biotech Cluster Development GmbH. Hier ging es insbesondere um die Chancen von Big Data- und verbesserten Smart Data-Lösungen für den einzelnen Patienten. Die einhellige Meinung: Der Patient dürfe nicht allein gelassen werden mit seinen Diagnosedaten. Dabei sollten überbetone Datensicherheitshürden seine zukünftige Datennutzung nicht behindern.

Prof. Dingermann wünschte sich eine Welle an Freiwilligen, die ihre Daten zu Forschungszwecken bereitstellen und damit einen Lernprozess der Gesundheitssysteme ermöglichen. Matthieu Schapranow vom Hasso-Plattner-Institut äußerte die Vision einer „Big Data-Karte“, deren Nutzung in Zukunft eine Selbstverständlichkeit darstellen könnte, so wie der heutige Einsatz von EC-Karten.

Clemens Suter-Carzarolla von SAP führte aus, dass die aktuelle Hauptaufgabe in der Vernetzung vieler bislang nicht kompatibler IT-Systeme und Daten-Silos diverser Gruppen der Gesundheitsversorgung läge.

Programm Personalisierte Medizin 2016

Alle Informationen zu Vorträgen und Referenten des Thementags „Personalisierte Medizin“ auf der analytica 2016 finden Sie in unserer Termindatenbank.

  • Organisator

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