Neue Methoden für
Proteomics, Metabolomics und Co.
 | - LC- und MS-Techniken in der Metabolomforschung
- einfach
hergestellte Protein-Arrays
- Biosensoren mit geprägten Kunststoffen
- hochauflösende
Schmelzverfahren für die Charakterisierung von PCR-Produkten
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Diese Themen und
mehr diskutieren Wissenschaftler aus aller Welt auf der
analytica Conference.
Informieren Sie sich hier über die
Highlights im Bereich Bioanalytik: Je früher Krebs
erkannt wird, umso größer sind die Heilungschancen. Forscher weltweit suchen
daher nach Biomarkern, die von Tumorzellen ausgeschieden und in Blut oder Urin
nachgewiesen werden können. Als viel versprechend gelten modifizierte
Nukleoside, die beim Abbau der RNA entstehen und sich mit
LC-MS-Messungen bestimmen
lassen. Ein Vortrag auf der analytica Conference stellt eine
klinische Studie
vor, die das Profil dieser
Metaboliten im Urin von Brustkrebs-Patientinnen mit
dem von gesunden Kontrollpersonen vergleicht.
Die
Proteomik
bildet ebenfalls einen Schwerpunkt der Conference. Die
Herstellung von
Protein-Microarrays gelingt jetzt mit einer Technik namens
DAPA schneller und
kostengünstiger, wie Forscher in München erläutern. DAPA bedeutet „DNA-Array zu
Protein-Array“ und funktioniert so: mit einem Transkriptions- und
Translationssystem wird ein DNA-Array, das als Vorlage dient, in ein
Protein-Array umgeschrieben. Da sich von einem DNA-Array bis zu 20
Protein-Arrays kopieren lassen, eignet sich das Verfahren besonders für
Laboratorien, die kein herkömmliches Microarray-Spotting betreiben.
Raffiniert ist auch
eine
neue Methode zur Herstellung von Biosensoren. Deren Messfühler sind
üblicherweise mit Antikörpern, Mikroorganismen oder anderen biologischen
Materialien ausgestattet, die aber nur begrenzt haltbar sind. Als Alternative
dazu bietet sich ein Verfahren an, bei dem die Strukturen der nachzuweisenden
Substanzen in
Kunststoffoberflächen gestempelt werden. Wie eine Falle fängt das
geprägte Polymer dann jene Analyten ein, die genau in die Vertiefungen passen.
Solche biomimetischen Sensoren bestimmen nicht nur Viren und Zellen, sondern –
bei entsprechender Prägung – sogar Allergene in Nahrungsmitteln oder
Blutgruppen.
Nach Genvarianten
wiederum sucht ein
Schmelzverfahren namens HRM (high resolution melting),
das
sich an die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) anschließt. Die Temperatur wird
dafür nach der PCR schrittweise weiter erhöht, wobei sich die verschiedenen
DNA-Fragmente bei ihren jeweiligen Schmelzpunkten in Einzelstränge spalten. Da
Mutationen die Schmelzpunkte beeinflussen, lassen sich anhand der vom Gerät
aufgezeichneten DNA-Schmelzkurve Abweichungen im Erbgut erkennen.
Zu den Highlights
der Conference zählen außerdem die Plenarvorträge, die sich unter anderem der
personalisierten Medizin sowie der
Kopplung von hochauflösenden
Analysenmethoden in den Life Sciences widmen.
Mehr dazu sowie das
komplette Programm der analytica Conference finden Sie in der
analytica Termindatenbank.